Jugendpreisverleihung an Ingrid Stieglbauer am 21.11.2016

Bei einem Festakt im historischen Ambiente des Pfarrsaals im ehemaligen Benediktinerkloster Oberalteich haben der Kreisjugendring und eine große Gästeschar mit Ingrid Stieglbauer eine Frau gefeiert, die sich seit über 20 Jahren unermüdlich und mit viel Herzblut für die Belange junger Menschen einsetzt. Für ihr jahrzentelanges Wirken in der Jugendarbeit wurde Ingrid Stieglbauer mit dem mit 1000 Euro dotierten Jugendpreis ausgezeichnet. Die Festredner waren sich einig: Ingrid Stieglbauer ist ein Vorbild für uneigennütziges ehrenamtlichen Wirkens. Laudator Andreas Aichinger, der selbst schon von Ingrid Stieglbauer beim Englmarer Trachtenverein unter ihre Fittiche genommen wurde, blickte in gewohnt lockerer Form auf die vielen Aktionen der Preisträgerin zurück. Seit über 20 Jahren ist sie in der ehrenamtlichen Jugendarbeit bei der Trachtenjugend St. Englmar und bei der Trachtenjugend des Bayerischen Waldgaus tätig. Außerdem führt sie seit vielen Jahren weitere Ehrenämter in der Pfarrei aus. Die Nachwuchsarbeit des Heimat- und Volkstrachtenvereins St. Englmar liegt ihr bei ihrem Engagement immer schon besonders am Herzen. Von 1994 bis 2002 fungierte sie dort als stellv. Jugendleiterin und brachte mit ihrer unnachahmlichen Weise vielen Englmarern das Kulturgut des Bayerischen Waldes näher. Zeitgleich wurde sie auch als Delegierte der Trachtenjugend für den KJR Straubing-Bogen und als Delegierte des Vereins für den Bayerischen Waldgau bestimmt. Seit 2002 steht sie als Jugendleiterin und Trachtenwart in der Verantwortung. Neben den vielen Tanzproben und Auftritten beteiligt sich die Trachtenjugend, auch auf ihre Initiative hin, an der Altkleidersammlung, an Seniorennachmittagen oder an der Gestaltung diverser Gottesdienste. Am Herzen liegt Frau Stieglbauer außerdem das Schauspiel mit ihren Jugendlichen, die kleine Stücke und Einakter aufführen. Regelmäßige Familienausflüge, Wanderungen oder Ski- und Schlittenabende sind auf ihre Initiative zurückzuführen. Überörtlich war Frau Stieglbauer vier Jahre Bezirksjugendleiterin des Bayerischen Waldgaus. Höhepunkt dieser Zeit war der Bezirksjugendtag in Sankt Englmar. Für ihren Einsatz zum Wohle ihrer Kinder und Jugendlichen hat Ingrid Stieglbauer 2008 die Jugendraute für ihre zahlreichen Verdienste um die Jugendarbeit erhalten.

Wie viel Ehre steckt im Ehrenamt? ... fragte KJR-Vorsitzender Robert Dollmann bei seinen Ausführungen über das Ehrenamt. Das Wort „Ehrenamt“ geht uns so selbstverständlich über die Lippen, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, was es eigentlich genau bedeutet. In älteren Schriftwerken wird davon gesprochen, dass mit dem öffentlichen Amt Würde bzw. Ehre verbunden ist. Heutzutage ist in den Augen vieler Menschen das Ehrenamt nichts, worauf man stolz sein darf, wenn man es ausübt. Ist es also tatsächlich so, dass wir ohne ökonomischen Vorteil – ohne Gegenleistung – nichts mehr machen? Das die Ehre, sofern sie denn überhaupt noch mit einem Amt verbunden ist, nichts mehr wert ist? Nach wie vor gibt es Ehrenämter, die Ehre ausstrahlen oder für das man Bewunderung erntet, das andere Menschen beeindruckt. Die große Mehrheit der Ehrenämter, wie wir sie um uns herum, sozusagen alltäglich finden, genießt dagegen nur beschränktes Ansehen. Aber: Das macht den Ehrenamtlichen nichts aus. Denn die Motivation, sich für das Gemeinwesen, für die Gesellschaft engagieren zu wollen ist die Freude, die man dabei empfindet. Der Antrieb ist also der Spaß und die Freude. Und dieser Antrieb ist nicht nur der stärkste von allen, er wird auch unabhängig vom Blick der Gesellschaft immer bestehen bleiben. Wir brauchen keine Ehre um aktiv zu sein – nur das Wissen, für die Gesellschaft etwas Gutes zu tun und vor allem den Spaß daran. Die Ehrengäste dankten den vielen ehrenamtlich tätigen Jugendarbeitern „Unsere Gesellschaft wäre ärmer ohne die Frauen und Männer“, betonte Landrat Josef Laumer. Es mache aber auch Freude, für das Gemeinwohl der Gesellschaft etwas zu tun. Der Jugendpreis ist die richtige Wertschätzung für die erbrachten Leistungen. Dr. Martin Kreuzer der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Niederbayern – Mitte unterstrich die Bedeutung des mit 1000 Euro ausgestatteten Jugendpreises, dessen Dotierung die Sparkasse seit 1984 übernommen habe. Damit setze man bewusst ein Zeichen für die Wertschätzung dem sozialen Engagement gegenüber. Andrea Probst als Vertreterin der Stadt Bogen und MdL Josef Zellmeier ergänzten diese Ausführungen über das Ehrenamt in ihren Grußworten.

Dankesschreiben von Ingrid Stieglbauer: Jugendpreis 2016 Nachdem mir am 21. November die Ehre zuteil wurde, den Jugendpreis des KJR Straubing-Bogen 2016 zu erhalten, möchte ich mich auf diesem Wege nochmal sehr herzlich beim Vorsitzenden Robert Dollmann mit seiner Vorstandschaft für die Überreichung der Skulptur und Urkunde, bei der Sparkasse mit Herrn Dr. Martin Kreuzer für die Überreichung des Geldpreises zugunsten der Jugendarbeit sowie bei Kreisrat und 2. Bürgermeister der Gemeinde St. Englmar Andreas Aichinger für die wunderbare Laudatio bedanken. Bedanken möchte ich mich auch noch bei Landrat Josef Laumer und MdL Josef Zellmeier sowie bei allen anwesenden Ehrengästen und Gästen für die vielen herzlichen Glückwünsche. Für mich ein Zeichen der Wertschätzung meines langjährigen ehrenamtlichen Engagement! Der Abend wird mir in unvergesslicher Erinnerung bleiben.

Auch wurden in diesem feierlichen Rahmen vier Jugendrauten verliehen. Dies sind die vier Preisträger: Conny Jedlicka erhielt die Jugendraute für ihr langjähriges Engagement in der Judoabteilung des TSV Mitterfels. Laudatorin Nadine Miethaner (KJR) berichtete über Ihre große ehrenamtliche Laufbahn, die mit dem Erwerb der Trainer C Lizenz startete. Wöchentliche Judostunden seit mittlerweile 13 Jahren für sportbegeisterte Kinder und die Mitarbeit beim jährlich stattfindenden Sport- und Spielwochenende prägen ihr Ehrenamt. Matthias Fuchs hat die KLJB Oberwinkling die letzten 10 Jahre mitgeprägt, so Laudator Patric Biermann (KJR). Als Schriftführer, Beisitzer und stellv. Vorsitzender organisierte er viele Aktionen der KLJB mit und ist aus der Jugendgruppe nicht mehr wegzudenken. Daniela Bornschlegl und Sandra Berger, beide von der Trachtenjugend Loitzendorf, sind seit 7 bzw. 13 Jahren in der Jugendarbeit aktiv, so Laudator Florian Sporrer (KJR). Ab 2003 war Daniela bereits Jugendleiterin und Sandra folgte ihr 2009 als 2. Jugendleiterin. Gemeinsam haben beide über Jahre hinweg die Kinder und Jugendarbeit im Heimatverein Loitzendorf geprägt. Tanzproben und immer wieder kehrende Aktionen wie Kräuterbuschbinden, Kinderfasching, Bastel- und Spielenachmittage oder Ausflüge stehen auf dem Programm. Die erfolgreiche Arbeit von Sandra und Daniela zeigt sich auch darin, dass durch den großen Zulauf neben der Kindertanzgruppe auch eine Jugendtanzgruppe gegründet wurde.

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