Frühjahrsvollversammlung mit Neuwahlen am 11.04.2016

Eine überraschende Veränderung in der Vorstandschaft des Kreisjugendrings Straubing-Bogen (KJR) gab es bei der Frühjahrsvollversammlung im Landratsamt. Melanie Seidl löst Anna Steger ab. Vorauszusehen war dagegen das Ausscheiden von Sascha Helmbrecht und Max Höcherl. Mit „Flüchtlinge werden Freunde“ hat der KJR ein neues Jahresthema, das bisherige „Bayern – do samma dahoam“ wurde mit der Versammlung beendet. Und dank einer Zuschusserhöhung des Landkreises konnten die nahezu aufgebrauchten Rücklagen zum Teil wieder aufgefüllt werden. Hauptverantwortlich für den bisher höchsten KJR-Haushaltsplan überhaupt ist das neue Jugendtaxi, welches, im Gegensatz zum früheren Freizeitbus, ab 2016 komplett über den Haushalt des Kreisjugendrings abgewickelt wird und mit 50.000 Euro zu Buche schlägt. Das Geld dafür stellt der Landkreis zur Verfügung, der KJR ist für die Abrechnung der eingelösten Gutscheine mit den Taxiunternehmen zuständig. Auch die vom KJR angebotenen Freizeitmaßnahmen erfreuen sich weiter steigender Beliebtheit, was zu höheren Umsätzen führt. Dies spiegelt sich auch im Tätigkeitsbericht wieder, den die KJR-Vorstandschaft vorstellte. Jugendfreizeiten sehr beliebt Insgesamt knapp 3.000 Kinder, Schüler, Jugendliche, aber auch Erwachsene nahmen 2015 an Kinderfreizeiten, Studien, Musical- und Freizeitfahrten, an Seminaren, Aktionen und Projekten teil. Seit Jahren ausgebucht sind dabei die Sprachferien in Südengland, die inzwischen altersmäßig getrennt angeboten werden, einmal für Kinder von 11 bis 13 Jahre und einmal für Jugendliche von 14 bis 17 Jahre. Ebenfalls großen Anklang fanden 2015 die Städte-Erlebnistour nach Paris und die Fahrten in den Europa- Park Rust. Bei den unter 16-Jährigen sind die Reiterferien der Renner. Allein hier wurden acht Maßnahmen für unterschiedliche Altersstufen angeboten. „Dank der Bezuschussung insbesondere der Maßnahmen für Kinder, können diese sehr günstig angeboten werden, so dass auch Kinder aus finanziell schwächeren Familien teilnehmen können“, erläuterte KJRGeschäftsführer Richard Maier. Zufrieden zeigte sich die KJR-Vorstandschaft mit dem Zustand der beiden Liegenschaften. So wurde das Jugendtagungshaus Geiselhöring, das für vier Monate als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gedient hatte, mit den dadurch zusätzlich eingenommenen Mitteln renoviert. Beim Jugendzeltplatz in Mitterfels beteiligte sich der KJR mit 15.000 Euro am Bau eines Sicherheitszaunes, der nach einem Felssturz notwendig geworden war. Während jedoch die Entwicklung der Nutzerzahlen beim Zeltplatz seit Jahren stabil ist, ist bei den Übernachtungen im Jugendtagungshaus eine rückläufige Tendenz festzustellen. „Die Gruppen werden kleiner und bleiben kürzer“, so Maier. Zu den Höhepunkten im Jahresprogramm des Kreisjugendrings gehören die Vergabe des mit 1.000 Euro dotierten Jugendpreises, der 2015 an Robert Frischhut ging, sowie die Jugendrautenverleihungen für ehrenamtliches Engagement – zehn Personen erhielten diese im letzten Jahr.

Erfolgreich beendet wurde das Jahresthema „Bayern – do samma dahaom“, das Vorstandsmitglied Nadine Löw noch einmal Revue passieren ließ. Kartenspiel-, Volkstanz- und Bierbraukurs, drei Nähkurse, Vorträge über bayrische Tracht und Geschichte sowie zahlreiche Artikel auf Facebook über Bräuche in der Region waren die wesentlichsten Aktivitäten rund um dieses Motto. Auch die Delegierten der Vollversammlung kamen im wahrsten Sinne noch einmal in den Genuss des KJR-Jahresthemas, denn zu Beginn der Tagung gab es ein bayrisches Buffet für die Teilnehmer. Zum Abschluss des Tätigkeitsberichts erläuterte stellvertretender Vorsitzender Max Höcherl noch eine der wichtigsten Aufgaben des KJR, nämlich die direkte Förderung der Jugendarbeit. Mit 44% floss fast die Hälfte des Landkreiszuschusses weiter an Jugendgruppen und Verbände, die nach festgelegten Richtlinien Zuschüsse beim KJR beantragen können. In diesem Zusammenhang dankte Höcherl auch dem Landkreis für die Erhöhung des Sachkostenzuschusses. Im Jahr 2014 waren die Rücklagen des KJR fast auf null gesunken. Dank der Aufstockung um 10.000 Euro im letzten Jahr konnten diese nun nahezu auf das vorgeschriebene Mindestniveau aufgefüllt werden. Dollmann bleibt Vorsitzender Bei den Neuwahlen der KJR-Vorstandschaft hatten sich bereits im Vorfeld Veränderungen abgezeichnet. Nach vier Jahren im Amt als stellvertretender Vorsitzender hatte Max Höcherl angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Auch Vorstandsmitglied Sascha Helmbrecht trat nicht wieder an. Kurzfristig entschied sich zudem Anna Steger ihr Amt zur Verfügung zu stellen, wenn sich spontan ein Ersatz finden lassen würde. Zunächst wurde mit Robert Dollmann (Verband: BDKJ) der bisherige Vorsitzende einstimmig im Amt bestätigt. Zu dessen Stellvertreter wurde Patric Biermann (BDKJ), ehemaliger Landjugendkreisvorsitzender, gewählt. Für die beiden ausgeschiedenen Beisitzer zogen Carola Heigl (Trachtenjugend) und Melanie Seidl (BDKJ) in das Gremium ein. Wiedergewählt wurden des weiteren Nadine Löw (Sportjugend), Tanja Bauer (Sportjugend), Florian Sporrer (Jugendrotkreuz), Josef Solleder (Feuerwehrjugend) und Andreas Rothamer (Feuerwehrjugend). Die KJR-Kasse prüfen weiterhin Klaus Grüll und Herbert Daschner. Als Einzelpersönlichkeit gehört künftig JU-Kreisvorsitzender Andreas Aichinger der Vollversammlung an. Auch im kommenden Jahr wird sich die KJR-Vorstandschaft wieder einem Jahresthema widmen. Das vom KJR eingereichte Projekt „Flüchtlinge werden Freunde“ wurde vom Bayerischen Jugendring für ganz Niederbayern ausgewählt und erhält eine Förderung. Gemeinsam mit dem kommunalen Jugendpfleger der Stadt Straubing wird es in den kommenden Monaten darum gehen, lokale Projekte rund um Flüchtlinge zu unterstützen, Interessierte in dieser Materie auszubilden und bei den Jugendgruppen Informationsarbeit zu leisten, um so die Integration der Zugewanderten zu beginnen.

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