Betreuerseminar I im Jugendtagungshaus vom 26.-28.02.2016

Um seine Betreuer optimal auf die kommende Saison vorzubereiten, veranstaltet der KJR Straubing-Bogen jedes Jahr ein Betreuerseminar. Dieses Jahr nahmen knapp 40 Betreuer und Betreuerinnen im Jugendtagungshaus in Geiselhöring daran teil.
Nach einer kurzen Einführung in den Wochenendablauf am Freitagabend wurde die Wichtigkeit der Arbeit der ehrenamtlichen Betreuer für den KJR herausgestellt. Schließlich sei das Angebot der Kinderfreizeiten und Jugendfahrten nicht gerade klein und wäre ohne das Engagement der vielen Ehrenamtlichen nicht machbar.
Nach ein paar Aufwärm- und Kennenlernspielen schloss sich dem offiziellen Teil dann der gemütliche Teil an und es wurde manch Brettspielmatch ausgefochten, gemütlich geratscht und Anekdoten aus vergangenen Saisonen erzählt. Samstag hieß es dann aber „arbeiten“. Mehrere Stationen mit ausgewählten Themenblöcken wie „Inklusion“ bei Freizeiten, Aufsichtspflicht, Ehrenkodex für Betreuer, Pädagogische Grundsätze, kindgerechte Programmgestaltung oder Essen für größere Gruppen wurden angeboten. Spielerisch konnten sich die Teilnehmer viele wichtige Themen rund um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen aneignen. An jeder Station wurden wichtige Informationen gegeben oder erarbeitet.
Gestärkt vom Mittagessen, zubereitet von einer Betreuergruppe, konnten die Teilnehmer am Nachmittag zwischen verschiedenen Workshops wählen. Anna Steger vom JRK Straubing-Bogen und KJR-Vorstandsmitglied, rief in einem EH-Workshop wieder die Grundlagen der Ersten Hilfe in Erinnerung und es wurde anhand praktischer Fallbeispiele das Wissen und die Handgriffe wieder aufgefrischt.
Marlena Kienberger bastelte in ihrem Workshop Geldbörsen aus leeren Milchtüten, Schildkröten aus PET Flaschen und vieles mehr aus dem was sonst im Müll verschwindet.
Stefan Berr zeigte in seinem Workshop, wie man innerhalb kurzer Zeit mit einfachen Tricks und den richtigen Apps mit dem Fotoapparat oder Handy tolle Effekte mit wenig Aufwand produzieren kann. Erstellt wurden Fotos, Bilderfolgen und Videoclips.
Beim Workshop „Wieviel Nähe darf noch sein“ diskutierten die Betreuer/innen mit Referent Stefan Ehrlich über das Thema „Sexuelle Gewalt“. Was ist o.k.? Wo sollte ich als Betreuer aufpassen? Sind körperliche Spiele überhaupt möglich? Ziel des Workshops war es, Klarheit und Sicherheit zu einem schwierigen Thema zu schaffen.
Schließlich erhielten die Teilnehmer/innen von Referent André Ulrich viele Anregungen zur Erlebnispädagogik. Vorrangig wurden in vielen spielerischen Elementen gemeinsame Erfahrungen in einer Gruppe gemacht. Dabei gab es kein gut oder besser, kein Gewinnen oder Verlieren, sondern das kooperative Verhalten innerhalb des Gruppenverbandes wurde gefördert.
Nach dem Abendessen wurden die diesjährigen Freizeiten besprochen und die Betreuer und Betreuerinnen entsprechend eingeteilt.
Am Sonntag traf man sich nochmals in der Runde, um über die unterschiedlichen Anforderungen bei einer Kinderfreizeit oder einer Jugendfahrt zu sprechen. Weiterhin wurde angeregt, um die Gruppe der Betreuer noch besser zusammen zu schweißen, einen Betreuerausflug zu unternehmen, was großen Anklang fand. Mit einer kleinen Reflexionsrunde, bei der sich die Betreuer zu dem Wochenende äußerten, ihre Wünsche und Belange vorbrachten und Anregungen gaben, endete ein erfolgreiches wenn auch teilweise anstrengendes Fortbildungswochenende. Richard Maier dankte allen Teilnehmern und allen Workshopleitern sowie den fleißigen Helfern in der Küche und wünschte allen eine erfolgreiche und unfallfreie Saison 2016.

geschulte Betreuer Bastelworkshop BeSemi Medienworkshop BeSemi Erlebnispädagogik Workshop